Schwerpunktthema LipoChirurgie

Eigenfett zur Gesäßvergrößerung (Brazilian Butt Lift)

Als Alternative zu künstlichen Implantaten zur Gesäßstraffung bzw. -vergrößerung (Brazilian Butt Lift) kann körpereigenes Fettgewebe verwendet werden. Hierzu werden unerwünschte Fettdepots, wie beispielsweise am Bauch, an den Oberschenkeln oder an der Hüfte, in der besonders schonenden Wasserstrahl-Technik abgesaugt. Anschließend können die Fettzellen in Gesäß über Minischnitte eingespritzt werden. Es braucht dann einige Wochen, bis die Fettzellen angewachsen sind. Während dieser Zeit sollte der Körper geschont werden, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Bei einem Brazilian Butt Lift muss in den ersten 2 Wochen das Sitzen vermieden werden. Anschließend kann ein Spezialkissen verwendet werden, um die frischen Fettzellen zu schonen. Während dieser Zeit kann die Patientin/der Patient nur in Bauch- oder Seitenlage schlafen.

Im Durchschnitt ist davon auszugehen, dass zwischen 50 und 70 Prozent des verwendeten Fettgewebes anwächst. Eine Feinkorrektur ist jeder Zeit möglich. Der Vorteil der Methode ist einerseits die narbensparende Methode, andererseits das körpereigene Gewebe. Bei einem körperfremden Implantat, wie beispielsweise aus Silikon, kann die Implantathülle reißen und der Inhalt austreten. Zudem kann sich jederzeit eine sogenannte Kapselfibrose bilden. In beiden Fällen ist eine erneute Operation mit Implantatwechsel zu empfehlen.